Ach, und das nun auch noch. Heute ist Weltkatzentag. Und da meine Redaktion der Ironie nicht abgeneigt ist, lautete der einmütige Beschluss in der Wochenkonferenz, dass ich Ihnen mit ein paar launigen Worten an dieser Stelle in den Tag helfen soll. Ich will nun aber nicht von einer Vorliebe für Stubentiger berichten, schnurrenden Gesellen auf samtigen Pfoten, die einem den Alltag versüßen. Das wäre gelogen, ich halte es eher mit Hunden. Die bellen bekanntlich, wenn ein Feuer ausbricht; eine Katze würde vermutlich den schnellsten Weg nach draußen suchen, auf den nächsten Baum klettern und mal ein bisschen dabei zugucken, wie die Wohnung niederbrennt. Nein, ich wurde auserkoren, weil ich mit Nachnamen Kater heiße. Bevor ich Sie nun mit den Schäden aus meiner Kindheit und Jugend konfrontiere, die mir unsensible Mitschüler hier und da wegen des Namens zugefügt haben, will ich auch an dieser Stelle lieber etwas Aufklärungsarbeit leisten. MEIN NACHNAME STAMMT NICHT VON DEM TIER AB. Richtig gelesen. Beim Erforschen meiner Familiengeschichte habe ich nämlich herausgefunden, dass ein KATER ein Mann war, der eine Kate hatte – also ein festes Haus mit einem Stück Land. Etwaige Wortspiele mit meinem Namen sind dennoch nicht verboten – denken Sie sich ruhig eins aus. Aber seien Sie sicher: Ich kenne es schon.
